Kampf dem Rauch!

Nun hört man viele Leute klagen:
Den Rauchern geht es an den Kragen.
Geraucht wird nur noch auf der Straße,
geschnupft wird in der Seitengasse,
und was die Drogen erst betrifft:
Es wird nur im Kanal gekifft!

Die Folgen sind fürwahr fatal,
es bleibt uns keine andre Wahl:
Die Frau sitzt drinnen an der Theke,
der Mann friert an der Straßenecke.

Man zahlt getrennt, und das ist fair,
die Gattin zahlt ein bisserl mehr
für klare Sicht und gute Luft,
und für versprühten Tannenduft!

Sogar der gute Rauchfangkehrer
sitzt draußen mit dem Mist-Entleerer.
Und hat er einst uns Glück gebracht,
so gilt er nichts mehr über Nacht.

Weihrauch gibt es nur im Freien,
nicht mehr in den Sakristeien.
Auch im Dom ist er passee,
man verwendet Deo-Spray!

Und ganz verboten soll auch sein
das vielzitierte „Raucher-Bein“,
das nur im Freien noch getragen,
hört man den Raucher-Sheriff sagen.

Und mir, dem armen Dichter-Tropf,
raucht langsam wirklich schon der Kopf.
Und weil selbst dieses schwer bekämpft,
ist meine Schreiblust schwer gedämpft.
Denn raucht der Schädel, ist es schlecht,
man wird dem Trend nicht mehr gerecht.

Ich frage, findest du nicht auch:
Alles doch nur Schall und Rauch!

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