Husten verboten

In der Wiener Oper wurde eine Olympiasiegerin aus dem Saal gebeten,
weil sie während der Aufführung gehustet hat.

Wer einmal hustet muss verstehen,
er darf nicht in die Oper gehen.
So ist es mal im Opernhaus:
Ein Huster, und du fliegst hinaus!
Doch ist dies kein zu großer Jammer,
in einer Art von Besenkammer
kann man die Vorführung erleben,
dies, ohne Ärgernis zu geben,
und husten, völlig ungehemmt,
weil diese Kammer schallgedämmt!
Und dann, zum späten Schlussapplaus,
lässt man die “Huster” wieder raus.
Die dann erscheinen, arg verschreckt,
weil sie im Fernsehraum versteckt,
wo man vorm Bildschirm brav gesessen,
vor Wut aufs Husten ganz vergessen.
Umsonst hat man sie weggesperrt,
und frech zum Störenfried erklärt!
Dass alles dies in Wien geschieht?
“Wien ist anders” – wie man sieht!

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