Insekten-Menü!

In Zukunft stehen Insekten auf dem Speiseplan!

In Brüssel hat man nun verfügt:
Insektenpulver schon genügt,
und – flugs – ist unser Magen voll!
Ist diese Neuerung nicht toll?

Den Hunger kann man künftig stillen,
isst man ein Pülverchen mit Grillen.
Ein Grillenschmaus gibt etwas her:
Kein böses Magenknurren mehr!
Nur feines Zirpen ist zu hören.
Dies sollte wirklich keinen stören.
Auch liebe Käfer, Würmer, Kröten,
verschonen uns vor Hungersnöten!

Nur die Zikade führt zur Klage,
sie macht vergnügt die Nacht zum Tage.
Laut zirpend rutscht sie durch den Schlund.
Egal, sie macht die Kost gesund!
Sie musiziert in deinem Magen,
Dies unentwegt, gilt es zu sagen!

Nun stell ich mich zur Suche an:
Ich bin vom Ohrwurm angetan!
Den hat der Ohrenarzt verschrieben.
Knusprig gedörrt, und fein gerieben!

Rache der Krähen!

Krähen haben die Glaskuppel des Parlaments beschädigt.

Das Parlament, das „Hohe Haus“,
sieht neuerdings sehr prächtig aus.
Das Glasdach spendet reichlich Licht,
bloß ist es leider nicht ganz dicht.
Ein Rabe, Steine in den Krallen,
ließ sie doch glatt aufs Glasdach fallen.
Er wollt dagegen protestieren,
wie Abgeordnete agieren.

Das wird in Hinkunft anders sein:
Man läutet sanft die Sitzung ein,
grüßt freundlich lächelnd „Guten Tag“,
wenn auch dies jeder nicht so mag.
Man hält die Ethik-Regeln ein,
und redet nicht dem Sprecher drein.
Man hört brav zu und spottet nicht,
auch wenn ein „Farbenfremder“ spricht.
Alle frönen dem Gedanken:
Wahre Freundschaft soll nicht wanken!

Ob das nur ein Wunschtraum ist,
fragt besorgt der Pessimist.
Schon sieht er die Raben kommen,
die das Gegenteil vernommen,
um mit Steinen in den Krallen
das „Hohe Haus“ zu überfallen.

Während still der Bürger duldet,
dem Gehorsam nur geschuldet.
Und sich fragt, enttäuscht, gequält:
Hab ich auch richtig einst gewählt?!

Ein Buch!

Harry und Meghan haben ein Buch geschrieben.

Ein Buch erklärt die kranke Welt.
Ein Buch dem „Untertan“ erzählt,
wie schwer es ist, ein Prinz zu sein,
verstoßen zwischen Angst und Pein!

Ein Buch, das alle Herzen rührt!
Ein Buch zu Spott und Zwietracht führt.
Ein Buch, unnötig wie ein Kropf!
Ein Buch, verfasst vom armen Tropf,
dem einfach fad im Kopfe ist,
und als enttäuschter Royalist
sein Leben auf dem Hof beklagt,
wo ihm die Zuneigung versagt!

Dies alles wird nun mit Bedacht
mit diesem Buch zu Geld gemacht!

Royale Skandale!

Streit im englischen Königshaus.

Die halbe Welt ist außer sich,
die Nachrichten sind fürchterlich.
Was hat sich Böses zugetragen,
dass Harry mühsam überlebt:
Man hat ihm eine frech „geklebt“!
Er ist als Hitler aufgetreten,
weil William dazu gebeten.
Und schmerzlich ist es auch zu lesen,
wie Charles bös zu ihm gewesen.
Ihn nie an seine Brust genommen,
kein tröstend Wort von ihm gekommen!
Und wie Camilla kritisierte,
und gegen ihn stets intrigierte.

Doch ja, der Schmarren wird sich lohnen.
denn stolze 20 Millionen
hat der Verlag dafür „geblecht“
für den Verrat, der grottenschlecht!

Van der Bellen, toll gemacht!

Ein Agnostiker vertritt Österreich bei der Papstverabschiedung in Rom.

Fischer, Altpolitiker.
Fischer, der Agnostiker.
Fischer fuhr zum Papst nach Rom,
zeigte sich im Petersdom.
Sonnte sich im Kerzenlicht!
Van der Bellen wollte nicht.

Gut, das hatte man entschieden,
und den Eindruck so vermieden,
Österreich, das lieb und klein,
könnt‘ – oh Schreck! – gar christlich sein.

Van der Bellen, toll gemacht!
Wie zuwege ihr gebracht,
Benediktus zu verhöhnen,
statt mit ihm sich zu versöhnen,
wie man’s mit den Toten macht,
die ihr Lebenswerk vollbracht!

Radetzkymarsch!

Nun wird auch schon das Abspielen des Radetzkymarsches kritisiert!

Frau Blimlinger, so wird gesagt,
hat allen Ernstes hinterfragt,
ob der Radetzkymarsch am Schluss
wie jedes Jahr ertönen muss.

Sie jedenfalls will ihn nicht hören!
Er könnte die Ukraine stören,
die schmerzlich unter Bomben stöhnt,
der Angriffskrieg verheerend dröhnt!

Und ja, das Land ist in Bedrängnis!
Für Mitgefühlt hat man Verständnis!
Doch muss das Österreich bewegen
Traditionen aufzugeben?

Ist gar das Liedchen „Stille Nacht“
in Zukunft nicht mehr angebracht,
weil irgendwer aus fernen Landen
die Weihnachtsstimmung nicht verstanden?

Frau Blimlinger, ich muss sie fragen:
Sind das die Sorgen, die sie haben?

Ein Jahr nimmt Abschied!

Ich gehe fort als altes Jahr,
das ich so froh begonnen.
Doch bald schon war es für mich klar,
viel Wünsche sind zerronnen!

Ich wollte gern euch Stütze sein,
euch liebevoll begleiten.
Ich setzte mich mit Ehrgeiz ein,
euch Freude zu bereiten!

Doch Menschen waren nicht bereit,
die Freude mitzutragen.
Sie ignorierten mein Geleit,
ihr Tun ließ mich verzagen.

Ich sage „Tschüss“, ich muss jetzt gehen!
Hab meine Pflicht getan.
Wünsch allgemeines Wohlergehen,
das „Neue Jahr“ klopft an!

Empfangt es freudig, lasst es ein,
es ist das Jahr der Liebe!
Es soll auch Jahr der Hoffnung sein,
im bösen Kriegsgetriebe!

Zusammenhalten und Vertrauen
voll Zuversicht und Mut,
lässt sorglos in die Zukunft schauen
in eine Welt, die gut!

Drum feiert! Lasst die Korken knallen.
PROSIT NEUJAHR wünsch ich euch allen!

Eierwerfen!

Der König von England wir bei seinen Auftritten
mit Eiern beschmissen.

Wie jedermann inzwischen weiß:
In England steigt der Eier-Preis,
sobald der König, der beliebt,
sich unters treue Volk begibt.

Statt freuderfüllt die Fähnchen hissen,
wird er mit Eiern lieb beschmissen.
So wird der König hoch geehrt,
die Königstreue ihm erklärt.

Das ist ab nun royale Mode.
Die Hühner lachen sich zu Tode!
Der Hahn kräht lauthals auf dem Mist,
als überzeugter Monarchist,
den alle Untertanen kennen,
dank roher Eier seiner Hennen!

Pannonisches Märchen

Der Neusiedler See droht auszutrocknen

Das „Meer der Wiener“ bald versiegt,
weil es zu wenig Wasser kriegt.
Die Schwäne, Fische, Frösche, Kröten,
erzählen traurig von den Nöten,
die ihnen bald ins Hause stehen,
wenn weit und breit nur Schlamm zu sehen.

Sie riefen laut nach Doskozil,
der gleich aus allen Wolken fiel!
Er stieg in einen alten Kahn,
und sah sich die Misere an.

Sofort die Tränen reichlich flossen,
die sich schnell in den See ergossen!
Der Wasserspiegel stieg und stieg,
dem „Dosko“ wurde gruselig.

Herr Krainer kam mit seinem Boot,
und sah, dass Doskozil in Not.
Er grüßte freundlich „Guten Tag“,
weil man in Wien das gerne mag.
Der „Dosko“ war ihm einerlei,
und ruderte an ihm vorbei.

Auch Rendi-Wagner nahm es wahr,
dem „Dosko“ droht enorm Gefahr.
Sie sprang sofort ins Wasser rein,
um schnell bei Doskozil zu sein.
Sie nahm ihn kräftig bei der Hand,
und zog ihn unversehrt an Land.

Ist dies nicht herrlich, richtig toll:
Erstens ist der See nun voll.
Zweitens ist es schön zu sehen,
wie sie händchenhaltend gehen.
Jeder Zwist liegt ihnen fern,
haben sich zum Fressen gern.

Voller See und keinen Zwist.
Schad‘, dass es ein Märchen ist!

„Grüß Gott“

Jan Krainer will mit „Guten Tag“ begrüßt werden.

Herr Krainer wünscht sich „Guten Tag“,
weil er „Grüß Gott“ so gar nicht mag.
Ist denn das Wörtchen „Gott“ so mies,
dass er es strenge von sich wies?

Ich kleiner Bürger denke nur,
ist doch „Grüß Gott“ Teil der Kultur.
Doch wenn der gute Mann es will,
dann halte ich mich vor ihm still,
und niemand weiß, was ich mir denke!
Welch große Achtung ich ihm schenke.

Der U-Ausschuss, er lebe hoch!
Bloß eine Frage: Geht es noch?