Kein Schuss aufs Tor!

Die österreichische Fußballnationalelf gab im Spiel gegen Dänemark keinen
einzigen Torschuss ab!

Man stelle sich das lebhaft vor:
Ein ganzes Spiel kein Schuss aufs Tor!
Das ist mit Stolz hervor zu heben,
das hat es wohl noch nie gegeben!

Der Ball, so hat das Team gemeint,
war in dem Spiel ihr größter Feind!
Man hat bloß überrascht „geguckt“,
vor jedem Eckball weit gespuckt!
Man schob die „Wuchtel“ hin und her,
und tat sich mit der Taktik schwer,
die Foda weise vorgegeben,
doch letzten Endes ging daneben!

Kein Schuss aufs Tor, ein ganzes Spiel!
Das war an Gastfreundschaft zu viel!
Kein Schuss aufs Tor ist Weltrekord!
Es fehlt darauf ein kluges Wort.

Bloß eines wage ich zu fragen:
Kann diesen Fußball wer ertragen?
Wird solche „Leistung“ auch entlohnt?
Hat sich hier gar ein „Star“ geschont?
Was war das angestrebte Ziel?
Ich fürchte schon das nächste Spiel!

„Foda-Elf“

Die von uns so hoch gepriesene Nationalmannschaft hat im
Ausscheidungsspiel gegen Schottland nur ein Unentschieden
erreicht.

Die „Foda-Elf“ hat sich bemüht.
Sie spielte tapfer, abgebrüht.
Und es kam immer wieder vor,
man näherte sich frech dem Tor,
und ließ die Nation schwer hoffen,
weil zwei Mal hat man brav getroffen.

Doch wie beim Fußballspiel so Brauch,
der Wettkampfgegner spielte auch.
Er wollte kein Verlierer sein,
und drückte uns zwei Bummerl rein.

Den hohen Sieg, den wir erträumt,
hat man in Schottland glatt versäumt!
Man hatte leider schlechte Karten,
die Fußball Welt muss weiter warten!
Denn trotz der vielen, tollen Stars,
heißt es am Schluss: Ba Ba! Das war’s!

Doch sollte man bescheiden sein,
mit einem Pünktchen flog man heim

Ob uns am End ein Wunder hold?
Wer weiß, der Ball ist rund – und rollt!

„…die Natur genießen“

Die österreichischen Ski-Mannschaften haben beim Sölden-Skirennen
total versagt.

Dem ÖSV würd‘ ich gern raten,
mit Rennen etwas zuzuwarten,
weil unsre „Asse“, wie sie heißen,
bei Wettbewerben noch nichts „reißen“!
Weil sie, wie wir inzwischen wissen,
beim Rennen „die Natur genießen“!

Und das wird offenbar trainiert,
egal, wenn man viel Zeit verliert,
die dann im Zielraum schwer vermisst,
bestaunt, umjubelt – als Statist!

Herr Wrabetz, bitte…!

Ehemalige Ski-Asse zeigen uns, wie schön Österreich ist.

Ich kaufe mir jetzt einen Hund!
Und dies hat einen festen Grund:
Ich mache es dem Hirscher gleich,
und zieh mit ihm durch Österreich.
Der ORF begleitet mich,
das Honorar ist königlich!

Ach so, ihr müsst mir eingestehen,
ihr habt doch alles schon gesehen,
von Moik, Sepp Forcher, Hinterseer,
und Maier, diesem „Weltbegeher“?

Na dann geb ich den Hund zurück,
und such mit Meerschweinchen mein Glück.
Und lass mich filmen und bestaunen,
dass alle „Seher“ flüstern, raunen:
Seht doch, was dieser tolle Mann
mit diesem Tierchen alles kann.
Er zeigt uns lieb, um gutes Geld,
die ach so traute Schweinchenwelt.

Herr Wrabetz, bitte, stellt mich ein,
lasst mich in eurer Sendung sein,
bevor Frau Veith sich’s echt versieht,
mit Gamsbock durch die Lande zieht!
Gefolgt von einer Haselmaus,
geführt von Skistar Hannes Knauß!
Die alle gerne willig wären,
die schöne Welt mir zu erklären!

Kristall!

Österreich wird im Ski-Sport heuer keine Kristallkugel holen.

Die schöne Kugel aus Kristall,
sie mag uns nicht, das war einmal!
Man hat es sich mit ihr verdorben,
weil wir zu viel für Milch geworben.
Und mancher machte uns verdrossen,
weil er zu viel „Natur genossen“.
Die andere spart ihre Kräfte
für wohlbekannte süße Säfte!

Drum ja, was Werbung anbelangt,
sind wir in Form, und reich bedankt,
denn statt Kristall, das man verloren,
gibt’s reichlich Gelder von Sponsoren.

Wie es in andren Ländern ist,
frag‘ ich als schlechter Optimist?

Egal, warum man schwer versagt,
die Ski-Saison ist abgehackt.
Schon demnächst wird man kräftig „nuckeln“,
und vor dem smarten Sponsor buckeln.
Egal, welch Land die „Kugel“ holt ,
nur wichtig, dass „der Rubel rollt“!

Zustandsbericht!

Der Verteidigungsminister erstattet seinen Zustandsbericht.

Schon wieder dieses müde Heer!
Es geht bald wirklich gar nichts mehr.
Der letzte Strohhalm wird umklammert,
und der Minister mahnt und jammert.
Erklärt uns tränenreich was zählt:
Das Bundesheer, es braucht mehr Geld!

Das hat man immer schon gehört,
doch hat dies niemanden gestört.
Das Heer war immer schon verschuldet,
es war nur nebenbei „geduldet“!

Dies hat man daran stark bemerkt,
wie manch Minister toll gewerkt,
entschlossen kühn zu Werke gingen,
das Heer „geordnet umzubringen!“

Und dies gezielt, mit schönen Worten
der Herrn Minister und Konsorten!
Um letzten Endes zu gestehen:
Es drängt uns, in Konkurs zu gehen!

Nach all den bitteren Beschwerden,
soll endlich alles besser werden.
Die Milliarden werden fließen!
Man wird aus vollen Rohren schießen!
Und überzeugend wird beteuert,
auch die Gerätschaft wird erneuert!
Kasernen werden rasch saniert!
Der Sold wird weiter garantiert!
Und selbst die Eurofighter können fliegen,
weil sie genügend Treibstoff kriegen!

Das alles stimmt mich richtig froh!
Nur frage ich, ist’s wirklich so?
Hab‘ ich am Ende was versäumt?
Ach ja, ich habe nur geträumt!

Die Mühlen der Gerechtigkeit!

Olympiasieger Seisenbacher wurde nach seiner Flucht verhaftet.

Ein Sportler, der schwer angeklagt,
er wurde weltweit stets gejagt.
Nun hat man endlich ihn gefasst!
Er sitzt in Österreich im Knast.

Und dies ist deshalb nur passiert,
weil Menschen „gläsern“, registriert!
Man kann sich noch so gut verstecken,
es wachen stets an allen Ecken
die Fahnder, die auf Lauer liegen,
und letzten Endes immer siegen.

Dies möchte man all jenen sagen,
die immer wieder Böses wagen.
Und hoffen, man erwischt sie nicht,
was ihrem Wunsche nicht entspricht!

Es mahlen mit Verlässlichkeit
die Mühlen der Gerechtigkeit!
Wenn auch mal langsam, wie wir sehen.
Dem „Triebwerk“ kann man nicht entgehen.

Der Wald im Stadion!

Im Klagenfurter Stadion wurde ein Wald gepflanzt!

Die Fußballwelt, sie weiß es schon,
in Klagenfurt, das Stadion,
es setzte sich beherzt zum Ziele
die Meisterschaft der Waldbaumspiele.

Als „Mannschaft“ laufen Föhren ein!
Sie möchten Gruppensieger sein,
wenn sie die Fichten rasch bezwingen,
und auch die Buchen niederringen.

Die Eiche leitet das Turnier.
Nimmt rüde „Spieler“ ins Visier.
Schließt unter tobendem Applaus
die allzu stolzen Tannen aus!

Die Esche steht am Spielfeldrand,
den kleinen Buchsbaum an der Hand,
und feuert vor dem dichten Tann
ihr Lieblingsteam, die Pappeln an.

Das Publikum auf seinen Rängen,
übt sich in rührenden Gesängen.
Und wie aus einer Kehle hallt:
„Wer hat dich, du schöner Wald…“!

Dekadenz!

China will einem Fussballspieler 1,1 Milionen Euro pro Woche bezahlen.

Nein, ich staune nicht, ich koche!
Eine Million pro Woche!
Dies bezahlt für einen Mann,
der so halbwegs “kicken” kann.

Nein, das kann es wohl nicht sein,
wendet man als Bürger ein.
Ist die Welt total bescheuert,
dass für den, der angeheuert
so viel Geld pro Woche fließt,
dass er möglichst Tore schießt!

Ein so ein Deal, nie da gewesen.
Man fragt sich: Spinnen die Chinesen?
Dem “Kicker” liegt das Land zu Füßen.
Wiewohl – die Dekadenz lässt grüßen!

Doping!

Bei der Weltmeisterschaft in Seefeld hat man Langläufer des Dopings überführt.

Der Langlaufsport steht im Verdacht,
dass Doping froh die Runde macht.
Man “schnupft”, man spritzt sich Eigenblut,
und hofft, man läuft besonders gut.
Die Loipen sind zutiefst frustriert,
was um den Langlauf nun passiert.
So ist es nicht verwunderlich,
sie sind entsetzt, und schämen sich,
dass Läufer ihre Spur befahren,
die üble Doping-Sünder waren.
Sie sind enttäuscht und leiden sehr,
und trauen keinem Läufer mehr!
Wie auch das Publikum am Rande,
das spricht von einer “Doping-Bande”,
die vollgestopft bis obenauf
mit Drogen absolviert den Lauf.
Auch “Schröcksi” hat schon reagiert,
und Markus Gandler abserviert.
Ob das den Langlaufsport noch rettet?
Ich wüsste nicht, wer darauf wettet!