Bäder nur für Frauen

Eine türkische Vereinigung in Wien fordert eine eigenes
Bad nur für Frauen.

Weil Männer gar so lüstern schauen,
wünscht man in Wien ein Bad für Frauen.
Die Türken fordern dies nun ein!
Die Frauen wollen “locker” sein.

Ich plantsche in der Badewanne,
als Brause dient die Wasserkanne.
Ich träume von den Meereswellen,
von kühler Brise, warmen Quellen,
von Frauen völlig isoliert,
womit mir wohl bedeutet wird:
Du lieber, guter Mann hör zu,
für dich sind Frauen streng tabu,
wenn sie im Element, dem nassen,
brutal die Hüllen fallen lassen.

Herr Ludwig, bitte, seid so gut,
und zeigt uns offen ihren Mut,
ein Bad für Männer nur zu bauen,
wo keine Frauen auf uns schauen,
und wir ganz ungeniert uns zeigen
mit strammen Bäuchlein, die uns eigen!

Die Seife!

Zwei Häftlinge sind ausgebrochen!
Sie sind durchs enge Loch gekrochen,
nachdem sie sich ganz raffiniert
mit Seife gründlich eingeschmiert.
Aalglatt passierten sie das Loch,
der eine schob, der andre kroch!
Und mittels Leintuch, das geknüpft,
ist man vom “Häfen-Dach” gehüpft.

Ein Ausbruch wie in alten Zeiten,
wo Fluchten keine Seltenheiten,
Gewaltanwendung streng verboten,
und tückisch nur die “Leintuch-Knoten”.

Schon tagt das Ministerium,
dem dieser Ausbruch auch zu dumm,
und hat wohl sicher schon erwogen,
dass alle Seifen eingezogen,
die diesen Ausbruch möglich machten,
worüber viele herzlich lachten.

Die Seife wurde zum Verhängnis!
Es “fröschelt” wieder im Gefängnis!

Der schiefe Turm!

Die Landesgalerie in Krems öffnet ihre Pforten.

In Pisa steht der “schiefe Turm”,
der allgemein, wen wundert’s,
bestätigt vom Besucher-Sturm
als Bauwerk des Jahrhunderts!

Doch, ehrlich, wer in Krems geschaut,
muss offen eingestehen,
den Turm, der für die Kunst gebaut,
den muss man einfach sehen.

Er ist so schief, und so verdreht,
man staunt, man ist entzückt.
Wer nichts von hoher Kunst versteht,
meint gar, das sei verrückt!

Ich meine, was ist schon dabei,
wenn keine Wand gerade.
Es zeigt uns doch nur einwandfrei:
Verschlungen sind die Pfade!

Doch eines steht schon heute fest,
der Turm schlägt den von Pisa,
weil er sich nur vergleichen lässt
mit Frankreichs “Mona Lisa”!

Drei Frauen!

In Österreich ist die Ehe gleichzeitig mit mehreren Frauen
weiterhin nicht erlaubt.

Wer drei Frauen haben kann,
ist fürwahr ein toller Mann!
Drei Frauen, sorgsam zu betreuen,
sie mit Geschenken zu erfreuen,
sie im Bettchen zu verwöhnen,
sie im Streite zu versöhnen,
sie zu kleiden, zu frisieren,
sie vereint zu präsentieren,
all dies muss man respektieren,
und entsprechend finanzieren,
wenn man heute sich erdreistet,
und sich glatt drei Frauen leistet.

Ich hab weiterhin nur eine!
Bin zufrieden, und ich meine,
sie allein hat es verdient,
dass der Mann ihr wohlgesinnt!
Wenn auch – echt nicht übertrieben:
Alle Frauen sollt man lieben!
Sie verkörpern schlicht was zählt,
und sie zieren unsre Welt!

Stadt Verkehr in Wien

Ihr lieben Leut’ was will man mehr,
in Wien fließt auch der “Sex-Verkehr”.
Die Busse stehen stets bereit,
vor allem in der Abendzeit.

Mit tollen Betten ausgestattet,
werden die Freier heiß erwartet.
Die Straßenordnung wird beachtet,
weshalb man beim Verkehr streng trachtet,
ihn möglichst ruhig zu gestalten,
brav die Vorschrift einzuhalten.

Nun hat spontan die Stadt erwogen,
die Busse werden eingezogen.
Denn dieser “Sexi-Stadtverkehr”
wird leider Gottes immer mehr.
Und immer öfter wird geklagt,
der “Sex-Verkehr” fließt zu gewagt!

Drum wird gehandelt, auf der Stelle,
und stoppt die fahrenden Bordelle,
die wild am Straßenrand campierten,
erotisch unser Stadtbild zierten!

Von Jubel bis zum “Lercherlschas”

Zu den konträren Kommentaren zur Steuerreform.

Von Jubel bis zum “Lercherlschas”
bringt die Regierung jedem was.
Ist doch die Wirkung der Reform
schlicht epochal und echt enorm!

Ich frage Kurz und auch den Strache,
was man wohl mit dem Gelde mache,
das künftig uns im Börsel bleibt.
Obs uns gar in den Kaufrausch treibt,
wenn wir, den Oligarchen gleich,
von heut auf morgen mächtig reich?

Zunächst hab ich, nun gut betucht,
die Malediven schon gebucht.
Und dann bereise ich die Welt,
und gönn mir alles, was gefällt.

Ich preise lauthals die Reform,
die mit den Wünschen stets konform.
Und wer das alles zahlt, berappt,
ist Nebensache, wie gehabt.

Bloß wichtig, man ist happy, reich,
und lebt mondän in Österreich,
wo künftig Milch und Honig fließen,
und Wachstum, Glück und Wohlstand sprießen.

Ach ja, von all dem keine Spur!
Ich armer Tropf – ich träumte nur!

“Fred Astaire der Politik!”

„Dancing-Star-Teilnehmer“Ex-Politiker Petzner polarisiert,
verärgert, begeistert und überrascht.

Bei “Dancing-Stars” geht’s lustig zu,
die einen tanzen “Blinde Kuh!”,
die anderen sind echt bestrebt,
dass man mit Stil die Beine hebt!
Ein jeder tanzt, so gut er kann,
und hofft, der Hüftschwung kommt gut an.
Ich aber meine, die Juroren
haben im “Ball-Room” nichts verloren.
Denn wie sie punkten ist egal,
das Publikum bestimmt die Wahl!
Ob Schwiegermütter, Onkeln Tanten,
auch alle fernen Anverwandten,
ob Stammtischrunden, Schulkollegen,
sie alle stark ins Zeug sich legen,
sie rufen unterstützend an,
egal, wie gut man tanzen kann!
Egal, wie böse die Kritik,
der “Fred Astaire der Politik”,
der seinen Anhang jubeln lässt,
steht für mich schon als Sieger fest!

Wal spuckt deutschen Taucher aus!

Ein deutscher Taucher fand sich im Maul eines Wales wieder.

Ein Deutscher schwamm im blauen Meer,
da kam ein großer Wahl daher,
und sog ihn in sein Maul hinein,
er sollte fette Mahlzeit sein!

Der Wal hat sogleich mitbekommen,
er hat sich sträflich übernommen,
sein breites Maul ging nicht mehr zu,
denn Merkels Taucher sind tabu!
Vielmehr, sie sind für ihn ein Graus,
drum spuckte er in sogleich aus!
Um eindrucksvoll zu demonstrieren,
er wolle sich nicht infizieren,
indem er sich total vergisst,
und Merkels Hochsee-Taucher frisst!

Und die Moral von der Geschicht:
Selbst größte Wale fressen nicht,
was ihnen widersteht, nicht schmeckt!
Hab’ ich nun gar wo angeeckt?
Wenn ja, dann seid doch nicht so kritisch,
denken doch Wale schon politisch,
und geben sich nicht so verwegen,
sich mit Frau Merkel anzulegen!

Künstler leiden!

Der nächste Künstler schimpft über sein Land Österreich.

Christoph Waltz meint kreidebleich,
er leide schwer an Österreich.
Er habe nämlich mitbekommen,
welch Weg die Republik genommen!

Nein, Nestbeschmutzung ist das nicht,
wenn ein großer Künstler spricht!
Der, egal um welchen Preis,
alles doch viel besser weiß!

Grausig ist’s, und nicht zu fassen,
wenn uns Künstler so sehr hassen!
Uns vom Ausland aus verpetzen,
gegen die Regierung hetzen.

Lieber Waltz, schimpf nur so weiter,
stimmt dein “Meckern” auch nicht heiter.
Nur, so nebenbei gesagt:
Hat dich wirklich wer gefragt?
Na, dann auf den Punkt gebracht:
“Kunstelite” gute Nacht!

Ärztemangel

Ärztemangel an allen Ecken und Enden.

Der Ärztemangel macht sich breit!
Und das ist keine Kleinigkeit.
Vergeblich zeigte sich das Werben,
der gute Landarzt liegt im Sterben!

Die Seuche wütet wie noch nie.
Ihr Name heißt: Bürokratie.
Auch die Bezahlung wird genannt,
die auch als “Hungerlohn” bekannt.
Und schon wird amtlich nun verfügt:
Ein “Erste-Hilfe-Kurs” genügt.

Hat man uns früher operiert,
wird jetzt mit Salbei-Tee kuriert.
Tumore werden kaum beachtet,
als Bagatelle gar betrachtet.

Und Rheuma, Gicht und Gallenleiden,
lässt sich mit Haferbrei vermeiden.
Ein Knöchelbruch heilt wieder zu,
bleibt man im Bettchen, und gibt Ruh!
Im Internet ist nachzulesen
die Zeit die’s braucht, um zu genesen.
Bei hohem Fieber, Herzerlklopfen,
nimmt man “Mariazeller-Tropfen”.

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