Louis und Mona!

Liebe ist stärker als die Natur!

Die Störche sind schon abgezogen.
Sie sind nach Afrika geflogen,
wo sie die Zweitwohnung besitzen,
nicht frieren, sondern eher schwitzen!

„Louis“ und „Mona“, diese zwei,
sind seit Jahren nicht dabei.
Sie trotzen jeder Frostgefahr!
als liebes, treues Storchenpaar.

Die „Mona“, liebevoll und zahm,
ist leider Gottes flügellahm.
Ihr „Louis“, der liebe Storchengatte,
der einst ein Auge auf sie hatte,
verzichtete auf Afrika,
und blieb für seine „Mona“ da!

Bis heute hat er’s nicht bereut!
Er wird mit Mona mitbetreut.
Er liebt sie innig nach wie vor,
sie klappern heftig laut im Chor,
um so den Menschen zu bekunden:
Hat zueinander man gefunden,
heißt es zu seiner Liebsten stehen,
durch Dick und Dünn mit ihr zu gehen!
Dies gilt fürs Storchenpaar auch dann,
wenn einer nur mehr fliegen kann!

Ob Menschen daraus lernen können?
Ich würd‘ es jedem herzlich gönnen!

Kickl in Nöten!

Partei-Obmann Kickl wurde angezeigt!
Herr Kickl tut mir richtig leid!
Ihm geht es gar nicht gut zur Zeit!
Denn die Partei ist aufgeschreckt,
hat sie doch schmerzerfüllt entdeckt,
die Treue, die man eingeschworen,
ging nun mit Jenewein verloren!

Vergessen sind all die Falotten,
die die Regierung aufgeboten.
Nun ist man selber angepatzt,
und fürchtet, dass „die Bombe“ platzt,
von der Herr Kickl nichts gehört.
Ein Hörsturz hat sein Ohr zerstört!
Das Misstrauen sitzt wahrlich tief!
Ja, ja, „die Geister, die man rief“!

Bedenkliche Kritik!

Gesundheitsminister Rauch wird von seiner Ehefrau
politisch und öffentlich scharf kritisiert.

Der Herr Minister hat entschieden,
die Quarantäne wird vermieden.
Schon demnächst wird sie ausgesetzt,
weil sie den Freiheitsraum verletzt!

Na klar, nun wird er kritisiert,
und mit Bedenken konfrontiert.
Das ist an sich gerecht und üblich,
erweist sich dann als sehr betrüblich,
wenn seine Ehefrau beklagt,
wie sehr er im Ressort versagt!
Wie jetzt in Vorarlberg geschehen,
wo Uhren scheinbar anders gehen.

Ich möchte Rauch nicht nahetreten,
doch würde ich um vieles wetten,
dass seine Frau, die ihm so grollt,
den blanken Hintern ihm versohlt,
wenn er sein „trautes Heim“ betritt.
Mir tut er leid! Ich fühle mit!

Gottesstaat

Der Kremser Walter Rosenkranz soll Van der Bellen
als Bundespräsident nachfolgen.

Van der Bellen ist gewarnt!
Er ist bedroht und eng umgarnt
von dem Bewerber um sein Amt,
den Kickl nun hervorgekramt!

Ihm folgt jetzt nach in Prunk und Glanz,
der Kremser Walter Rosenkranz!
Man setzt, so scheint‘s, in der Partei,
in Zukunft auf die Litanei,
die bald im Parlament – wer wettet –
von Herbert Kickl vorgebetet!

Bei so viel echter Frömmigkeit,
und demonstrierter Gläubigkeit,
dient Kogler, unser Kanzler-Vize,
in naher Zukunft als Novize.
Frau Rendi, streng verhüllt in Grau,
tritt demnächst auf als Klosterfrau.
Und Nehammer, allseits bekannt,
macht Plenungsdienst als Ministrant.
Herr Sobotka, schon schwach zuletzt,
wird durch den Mesner nachbesetzt.
Frau Reisinger, so hört man sagen,
darf feierlich den Weihrauch tragen.
Berlakowitsch im Büßerkleid,
sie übt sich in Enthaltsamkeit!

Noch ist die Wahl nicht ausgetragen
für Rosenkranz, aus Kickl’s Gnaden!
Und doch, bei so viel Frömmigkeit,
gewinnt er hoch! Mit Sicherheit!

Ein Präsident klopft an!

Der Herr Bundespräsident bittet um Wahlspenden!

Herr Van der Bellen klopft lieb an:
Grüß Gott, ich bin der Bettelmann!
Ich bitte euch um milde Gabe,
weil ich mich fest entschlossen habe,
für euch es nochmals zu probieren,
fürs höchste Amt zu kandidieren.
Ich brauche dringend eure Spende,
die ich für Wahlwerbung verwende.

Denn leider musste ich erfahren,
dass niemand in den letzten Jahren
so richtig deutlich mitbekommen,
wofür ich mein Salär genommen.

In Wahrheit hab ich Tag und Nacht
die Staatsregierung überwacht.
Bin emsig um die Welt gejobbt,
habe „eröffnet“, angelobt!
Drum will ich mich der Neuwahl stellen,
als „hochbewährter Van der Bellen“.

Und weil ich knapp bei Kasse bin,
geb‘ ich mich nun dem Betteln hin.
Wobei ich hoffend mir gedacht,
das hat Herr Strache auch gemacht!

Drum, Bürger, öffnet euer Herz.
Mein frommer Dank hallt himmelwärts!

Politiker leben länger!

Eine internationale Studie hat ergeben,
dass Politiker länger leben!

Politiker, die alles geben,
sie dürfen dafür länger leben!
Das ist der Lohn für all‘ die Plage,
die man für seine Bürger trage!

Na gut, dann soll es halt so sein!
Doch bilde ich darauf den Reim,
dass der, der nicht sein Letztes gibt,
und alles hin zum Nächsten schiebt,
gerechterweise dann zum Schluss,
zur Strafe früher sterben muss!

Wenn das so ist, dann meine ich,
es ist erlaubt, man wundert sich:
Wie kann ein Mensch, mit seinem Streben,
als Mandatar bis heute leben!

Königlicher Staatsbesuch!

Willem Alexander hat mit seiner Frau Maxima Österreich
einen Besuch abgestattet.

Ein „Staatsbesuch“. voll Harmonie!
Ein süßer Hauch von Monarchie!
Ein schönes Märchen wurde wahr,
gab doch ein echtes Königspaar
dem Staat die königliche Ehre,
wie es bei Freunden üblich wäre!

Und in der Tat, es war so toll,
wie locker, zugleich würdevoll,
wie herzlich und unkompliziert
der Gast die „Staatspflicht“ absolviert!

Sogar das Lipizzaner Pferd,
es fand es cool und lobenswert,
sich mit dem Königspaar zu zeigen,
devot den Pferdekopf zu neigen!

Ein Staatsbesuch voll Harmonie.
Ein süßer Hauch von Monarchie!
Fast möcht man sagen: „Liebe Leut!
„Schön war‘s, es hat mich sehr gefreut!“

ÖVP in Bedrängnis!

Immer häufiger wird die ÖVP beschuldigt bzw. verdächtigt!

Der ÖVP, so hört man sagen,
geht es schon demnächst „an den Kragen“!
Denn die Skandale, die berichtet,
sie scheinen nicht nur angedichtet!
Nun wird geprüft, rundum erhoben,
hat wer vertuscht, hat wer „geschoben“?

Herr Nehammer sieht es gelassen,
egal, welch Prüfer sich befassen.
Die ÖVP sei doch die Beste,
mit völlig blütenweißer Weste!

Zu Unrecht wird man angeklagt!
Was hier der Wirtschaftsprüfer sagt,
der von Frau Kraker eingesetzt.
Ob er schon still das Messer wetzt?

„Zu dritt!“

Papst Franziskus kann fast nicht mehr gehen.

Franziskus kann fast nicht mehr gehen,
weshalb die Absicht einzusehen,
dass er, gebrochen, rasch und still
klammheimlich in die Rente will.

Das Knie, das ihn seit langem schmerzt,
hat ihm das „Papstsein“ bös verscherzt.
Nein, operieren lässt er’s nicht!
Er meint dazu nur kurz und schlicht:
Was soll die Operation,
ich ziehe vor die Pension!

Das heißt für mich, als frommer Christ,
„Vertrauensärzte“ kennt er nicht.

Na dann, ihr hohen Kardinäle,
wozu ich auch Herrn Schönborn zähle,
wählt sorgfältig, wer Gott vertritt.
Wie’s scheint, geschieht das bald „zu dritt!“

„Kronprinz“

Die FS-Übertragungen aus einem bestimmten Königshaus
lassen Sehnsüchte in mir aufsteigen!

Ich rede mir verbissen ein,
wie schön es wär, ein Prinz zu sein!
Vom Volk geachtet und verehrt,
zum „Kronprinz“ feierlich erklärt!
Mit Orden reich und schön geschmückt,
stets in den Mittelpunkt gerückt!

Man wird bejubelt und bestaunt,
man winkt stets gnädig, gut gelaunt.
Das Volk liegt scharenweis zu Füssen,
und drängt, die Prinzenhand zu küssen!

Zur adeligen „Prinzenzier“
gehört royales Klo-Papier!
Und am intimen Ort der Stille,
sitzt man auf mitgeführter „Brille“!

Doch trotz Vergötterung und Huld,
bedarf es Ausdauer , Geduld ,
bis dass ein Thron, der angestrebt,
auch noch „bei Lebzeiten“ erlebt!

Doch ist das Leben früher um,
gibt’s noch die Titel, wie „post hum“!
Weshalb ich nach wie vor erkläre,
dass liebend gern ich „Kronprinz“ wäre!