1. Mai 2022- Ansprachen

Versprechen der Politiker bei den Maiaufmärschen!

Frau Rendi-Wagner hat gesagt,
als Kanzler sei nur sie gefragt!
Herr Nehammer sei nicht geeignet,
nachdem, was sich um ihn ereignet!

Man lobe hier die Demokraten,
die bisher keine Troubles hatten,
und jeder kleine Mandatar
korrekt und unbestechlich war!

Na dann, wählt Rendi, guten Mutes,
dann tut ihr meinem Land was Gutes,
denn dann wird alles besser werden,
es winkt das Paradies auf Erden!

Sollt‘ es Rendi nicht gelingen,
sich für uns ins Spiel zu bringen,
ist noch lange nichts verloren,
Kickl fühlt sich auserkoren,
nach den Rechten stets zu sehen,
uns als Kanzler vorzustehen!

Kommt’s wie’s kommt, und sei’s wie’s sei!
Alles neu macht stets der Mai!
Köstlich, wie wir abgesichert!
Hat hier irgendwer gekichert???

Fescher Kerl!

Minister Polascheks lange Haare sind ab!

Herr Polaschek, nicht unbestritten,
hat seine Haare abgeschnitten.
Man sieht es ihm von weitem an,
kein Zweifel mehr, er ist ein Mann!
Fast möchte man es mutig wagen,
und „fescher Kerl“ zu ihm sagen!

Jetzt kann er seine Arbeit machen,
und niemand wird mehr hämisch lachen!
Er ist eindeutig ein Mann,
der vieles weiß und noch mehr kann!

Herr Polaschek, Sie „Bildungs-Renner“!
Willkommen im Bereich der Männer!
Jetzt zählt nur mehr das Bildungswesen,
„Schönschreiben, Rechnen und das Lesen“!

Strache bettelt wieder…!

Der ehem. Vizekanzler Strache bettelt wieder um Spenden für seine Prozesskosten!

Man meint, es ist nicht mehr zu fassen,
Herr H.C-Strache kann’s nicht lassen,
und ist sich wahrlich nicht zu dumm,
er fleht und bettelt wiederum!

Nein, nicht für arme Obdachlose,
mit gähnend leerer Spendendose!
Nein, nicht für Kranke und Verzagte!
Nein, nicht für Krüppel und Betagte!
Er bettelt tief bewegt um Spenden,
um seine Kosten abzuwenden,
die Strafprozesse eingebracht,
weil er zum Sprecher sich gemacht
für jene, die vom Staat geklagt,
weil ihnen Böses nachgesagt.
Obwohl sie schuldlos, wie ein Kind,
gesetzestreue Bürger sind!

Nun auf, ihr Gönner, spendet viel!
Es steht der Rechtsstaat auf dem Spiel!
Ein „Vize-Kanzler“ ist marod.
Ihm droht demnächst der Hunger-Tod!
Und mir, dem Bürger, bricht das Herz,
durch Gram und untragbarem Schmerz!

April,April

In den „April“ geschickt!

Herr Putin lässt das Morden sein,
und stellt sich lieb mit Blumen ein.
In Hinkunft wird nur mehr gespart,
der Bürger wird nicht mehr genarrt,
im Parlament wird streng getagt,
und auch kein böses Wort gesagt.

Mit Brüssel geht man ins Gericht,
die „Macher“ nimmt man in die Pflicht.
Das Volk wird gründlich aufgeklärt,
und kein Verbrechen je verjährt.

Korrupte werden streng bestraft,
die „Packelei“ wird abgeschafft.
Der Bundesrat, der friedlich döst,
wird demnächst gänzlich aufgelöst.

Den Mandataren kann man trauen,
auf ihre Sprüche kann man bauen.
Gespart wird auch im Parlament,
der „Nebenjob“ ist transparent.

Politiker sind sehr geachtet,
nach Redlichkeit wird stets getrachtet.
Die Grenzen werden überwacht,
der Garaus wird dem Pfusch gemacht.

Der Bürger wird ab nun gefragt,
der Postenschacher untersagt.
Das klingt zwar alles wunderbar,
April, April, es ist nicht wahr!

Hofknicks auf österreichisch!

Das spanische Königspaar auf Staatsbesuch in Wien
Mich überfällt ein blanker Schock:
Wer kriecht hier förmlich untern Rock?
Wer fällt devot mit Akribie
vor der Erlaucht fast auf die Knie?
Um es hier raschest klar zu stellen,
es ist die Frau von Van der Bellen.

Letizia, die Königin,
sie nimmt den Knicks gelassen hin.
Sie lächelte, so gut sie kann
das häufchen Elend gnädig an,
das vor ihr untertänigst kauert,
die hohe Achtung untermauert.
Und schon wird boshaft kritisiert,
hat man den Knicks zu viel trainiert?

„Falotten!“

Das Schimpfwort „Falotten“ hat Kickl bei einer Demonstration in Innsbruck
tatsächlich gesagt, und wurde in allen Medien erwähnt.

Ach, wie gut dass jeder weiß,
dass ich Herbert Kickl heiß!
Ich bin klug und kompetent,
deshalb mich wohl jeder kennt!

Die Regierung, die „Falotten“,
die so Grausliches geboten,
kommt so gar nicht recht vom Fleck,
sie muss ehe baldigst weg!
Nur so wird der Staat gerettet!
Werden Wogen nur geglättet.

Und, hört zu, und haltet still,
lauscht, was ich noch sagen will:
Was ein lahmes Pferd kuriert,
auch dem Menschen nützlich wird.
Muss ihm wohltuend bekommen,
wird es nur brav eingenommen!

So, das hätte ich gesagt!
Wehe, wer dies hinterfragt.
Nun „Falotten“, seid gegrüßt,
und zugleich von mir „vertschüsst“!

Ach, nun droht ein arger Wickl:
Ich heiß Zach, nicht Herbert Kickl!

Mein Kampf!

Generalmajor Striedinger des österreichischen Bundesheeres
trägt bei seinen Presseauftritten stets den Kampfanzug!

Herr Striedinger in Kampf-Montur,
vermittelt wahrlich eines nur:
Er setzt die Abwehr unter Dampf!
Erklärt dem Virus seinen Kampf!

Der Kampfanzug, den er stramm trägt,
schon optisch alle Feinde schlägt!
Bloß böse Schauen kann er nicht,
denn allzu brav wirkt sein Gesicht.

Ob das nur freche Tarnung ist,
frag ich als steter Pessimist?
Kann er auch „sein Gesicht verlieren“,
und furchterregend aufmarschieren,
um zähnefletschend klar zu machen,
sein Abwehrkampf sei nicht zum Lachen?

Ich hoffe sehr, dass es so sei!
Sein Kampfanzug trägt dazu bei.
Auch Tanner könnte ihm sehr nützen,
mit ihrem Charme ihn unterstützen.
So darf man die Prognose wagen:
Dem Virus geht es an den Kragen!

„Rosskur“

Kickl hat empfohlen, Tierschutzmittel zu sich zu nehmen.

Kickl hat scharf überlegt,
und allen Ernstes angeregt,
sich an den Tierschutz brav zu halten,
um dieses Virus auszuschalten.

So teilt uns der „Gelehrte“ mit,
die „Rosskur“ sei der Tages-Hit!
Die Sache sei somit „geritzt“,
denn was man Ochs und Esel spritzt,
den Ackergäulen und den Stuten,
sei auch den Menschen zuzumuten!

Für manche lief wohl etwas schief.
Sie liegen auf der „Intensiv“!
Sie haben Kickl blind vertraut,
auf seine Botschaft aufgebaut.

So traurig auch die Lage ist,
ich frage mich als Realist:
Ein Pferd, ein Ochse und ein Schwein,
sie können nie dasselbe sein,
wie Menschen, die schwer laborieren,
die vollgestopft mit bösen Viren.

Drum denke ich als Laie ehrlich,
dass Kickls „Rosskur“ schlicht gefährlich.
Und wer sich wähnt, er sei ein Schwein,
muss schwer gestört im Schädel sein!

„Tierchen des Jahres“

Parteiobmann der FPÖ Herbert Kickl hat mit medizinischen
Vorschlägen aufhorchen lassen.

Man weiß es nun und ist entzückt,
ein „Schmuse-Tierchen“ uns beglückt.
Es ist so wendig und so weich,
sein Wirken wahrlich segensreich!

Es krümmt sich lautlos durch die Gegend,
sein Nährwert ist schlicht weltbewegend!
Ist doch inzwischen uns bekannt,
es wird „Korona-Schreck“ genannt!

Denn wer es regelmäßig isst,
vom Virus nicht gefährdet ist.
Dies hat Herr Kickl auch gesagt,
aus Überzeugung – ungefragt!

Das Tierchen mit dem Namen Wurm,
es revoltiert die Welt im Sturm.
Es rottet rasch das Virus aus,
weshalb es hoch verdient Applaus.

Und auch Herrn Kickl gilt mein Dank!
In Zukunft werd‘ ich nicht mehr krank!
Sein Wirken muss man anerkennen.
Man sollte „Wurm-Patron“ ihn nennen!

„Plups“!

Präsident Joe Biden soll sich vor Prinzessin Camilla nicht gut
benommen haben.

In Glasgow wird herumgesprochen,
Camilla hat es echt gerochen,
Joe Biden, schrecklich, nicht zu fassen,
hat seine „Winde“ fahren lassen!
Und das vor ihr, „ihrer Erlaucht“!
Na, mehr hat Biden nicht gebraucht!
Ihr hat der „Plups“ nicht sehr gefallen,
erzählt es schwer entrüstet allen.

Schon vorher hatte man erblickt,
wie Biden träumend „eingenickt“.
Ein kleines Nickerchen in Ehren
gilt es im Plenum zu gewähren.
Zumal es tunlich zu erwähnen,
die Tagesordnung reizt zum Gähnen!

Ein „Plups“, ein Nickerchen, Skandal!
Die Ausdrucksweise ist fatal.
Sie zeigt, was man vom Klima hält,
das offenbar bedroht die Welt.

Noch eines drängt es mich zu fragen:
Hat Biden wirksam beigetragen,
Camilla lautstark zu erklären,
wie schwer verseucht selbst Winde wären?